Jahresabschlussbericht MCB Bietigheim 2022

2022 – Ein „kilometerreiches“ Jahr

 

Der MCB ist ein unternehmungslustiger, sehr fahrfreudiger Motorradclub, der sich auch für das Jahr 2022 wieder viel vorgenommen hatte.

Das Motorradjahr 2022 begann für den MCB dieses Mal nicht mit der Mitgliederversammlung, sondern mit der Eröffnungsfahrt am 30.04. Zunächst mussten wir zittern, ob die Tour überhaupt würde stattfinden können, aber dieses Mal nicht wegen Corona, sondern weil das Wetter nicht mitspielte. Aber zur geplanten Abfahrtszeit hatte das Wetter ein Einsehen und es blieb trocken. Es war eine besondere Tour, denn wir kehrten nicht in einem Restaurant ein, sondern machten eine Kaffeepause im Freien bei der Ruine Löffelstelz. „Unser“ Robi hatte alles, was man für eine Kaffeepause benötigt, auf dem Motorrad dabei. Es war ein tolles Erlebnis.

Im Mai konnten wir dann wieder unsere Mitgliederversammlung durchführen. Schön war, dass wir endlich unsere Mitglieder ehren durften, die schon lange beim MCB dabei sind. Auch die Neuwahlen konnten durchgeführt werden und in 2023 werden wir hoffentlich die Versammlung wieder wie immer im Januar abhalten können. Es normalisiert sich alles wieder – wie schön.

Am 15.05. trafen sich auf Gerhards Idee hin, spontan ein paar Biker und Bikerinnen und fuhren gemeinsam zum Motorradgottesdienst nach Wiesloch. Ein Event, das auch schon ein fester Bestandteil beim MCB geworden ist. Ohne Pause ging es dann am 21.05. gleich weiter mit einer Tagestour, die von Rolf geführt wurde. Er führte uns bei herrlichem Wetter durch den Landkreis Freudenstadt.

Im Juni war das Highlight dieses Jahres angesagt. Wir fuhren mit 14 Motorrädern von Bietigheim nach Sardinien, aber das waren noch nicht alle Teilnehmer, denn es stießen noch andere Mitglieder später dazu. Wir hatten so viele Erlebnisse und eine solch tolle Zeit, dass daraus zwei lange Berichte entstanden, die Ihr sicher im Bietigheimer Blättle oder auf unserer Homepage alle gelesen habt. Ich will daher hier nur noch einmal die zwei Menschen erwähnen, die diese Tour zu dem Highlight gemacht haben, von dem wir alle noch lange schwärmen und an das wir uns noch lange erinnern werden: Sabine (unsere Sportwartin) und ihr Mann Anton. Vielen Dank Euch nochmal für dieses einmalige Erlebnis!

Zurück zuhause ging es aber gleich weiter mit der nächsten Tagestour am 16.07., die von unserem Hubi geführt wurde. Er zeigte uns schöne Kurven in der Pfalz und im Elsaß. Es war tolles Wetter, es gab Pfälzer Saumagen und alle waren glücklich.

Wir wären nicht der MCB, wenn es im August nicht wieder gehießen hätte: Mädelstour und Männertour. Beide Gruppen trafen sich an der Agip in Bietigheim und verabschiedeten sich nach einer Raffaello-Runde in verschiedene Richtungen. Sabine führte die Mädels dieses Jahr noch einmal nach Trochtelfingen auf die Schwäbische Alb. Da es allen im letzten Jahr so gut dort gefallen hatte (das Lagerhaus, der Kartoffelsalat im Hotel…), hatten wir vor damals gleich beschlossen, dass die Mädelstour 2022 noch einmal dorthin stattfinden sollte. Leider war das Wetter dieses Jahr nicht so schön, aber es war trotzdem ein tolles Mädelswochenende. Die Männer zog es in den Süden, zum Hotel Linde in Höchenschwand. Leider war auch die Wetterlage für die Männer weit von Motorradwetter entfernt, aber auch die Männer machten das Beste daraus und hatten ein schönes Wochenende.

Ein festes jährliches Event beim MCB, der Wochenendausflug zum Bauer Schmidt in Weilerbach, durfte natürlich auch dieses Jahr nicht fehlen und so machten sich am 09.09. wieder einige MCB’ler und MCB’lerinnen auf den Weg. Sabine führte die Gruppe durch das Elsaß nach Weilerbach. Am Samstag war dann Bauer Schmidt der Tourguide und führte die Gruppe durch die Pfalz. Leider war das Fahrvergnügen sehr eingeschränkt, da es zeitweise sehr stark regnete. Am Sonntag führte Anton dann die Gruppe wieder sicher zurück nach Hause.

Die Abschlusstour führte den MCB dieses Jahr – wie auch letztes Jahr – zum Hotel Lärmfeuer in den Odenwald. Es hat uns dort so gut gefallen, dass wir letztes Jahr gleich entschieden haben, das noch einmal wiederholen zu wollen. Wir wurden nicht enttäuscht. Es war wieder ein toller Jahresabschluss, auch wenn das Wetter nicht so mitspielte, wie wir es gerne gehabt hätten.

Beim letzten Abschlussbericht 2021 habe ich ja von der Neuigkeit berichtet, den Biker oder die Bikerin des Jahres zu ehren, diesen Preis wird es dieses Jahr wieder geben….wir sind alle sehr gespannt, ob Willi seinen Preis verteidigen konnte, oder ob ihn vielleicht jemand anderes erhalten wird….

Wir hatten wieder ein tolles Jahr mit vielen Highlights und Gott sei Dank keine Einschränkungen wegen Corona. Leider hat das Wetter nicht immer so mitgespielt, wie wir das gerne gehabt hätten, aber wir haben das Beste daraus gemacht und freuen uns schon auf das nächste Jahr – sicher wieder mit vielen tollen Ausflügen. Sabine, unsere Sportwartin, hat schon angedeutet, dass sie viele Ideen hat.

 

Darauf sind wir alle sehr gespannt.

MCB-Abschlusstour nach Reichelsheim, Odenwald

Am 30. September machten wir uns im Rahmen der Abschluss-tour auf den Weg zum Lärmfeuer. Sonnig und trocken, bei bestem Motorradwetter, führte Martin die Gruppe über Waldbronn, Bretten, Angelbachtal auf den Neckar zu. Die Überfahrt über die kleine Holzfähre bei Neckarhäuserhof ist ein Muss, wenn man in diese Richtung fährt und immer wieder ein Erlebnis. Mit der Handkurbel wird der kleine Diesel angeworfen und dann geht’s los. Auch der Halt an der Kaffeemanufaktur Hirschhorn, bei leckerem Kaffee und Kuchen, gehört zum festen Programm. Die nächste Pause war die Sommerrodelbahn nahe Wald-Michelbach, auf der Mercedes gegen Opel und Ferrari kämpfte, der Wagen mit dem Stern war ständig auf der Bremse und es gab leider keine Überholspur. Nach diesem Event ging es zügig mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht über die, am Wochenende für Motorräder gesperrte, L3409 zum Gasthof-Hotel Lärmfeuer, wo wir dann auf dem Parkplatz auf weitere MCB’ler, die mit dem Auto, auch vom hohen Norden angereist waren und das Begrüßungsbier trafen. Vielleicht hatten wir das Wetter an diesem Tag einmal zu viel gelobt, jedenfalls sollte in den kommenden 2 Tagen an größere Motorradtouren nicht zu denken sein. Wir hatten aber das Glück, durch unsere Auto-fahrer von der etwas abgelegenen Unterkunft zum Alternativ-programm Therme Bad König und Städtetour mitgenommen zu werden, so hatte das Ganze auch einen positiven Effekt. Die große Gruppe organisierte sich in mehrere kleinere und abends waren wir dann mit den 4 Nachzüglern, die durch den starken Regen mit ihren Motorrädern direkt anfuhren, vollständig. Der Respekt, bei so einem Wetter das durchzuziehen, war ihnen sicher. Von Isabella mit ihrem Team und Stefan in der Küche wurden wir mit einem Mehrgangmenü verwöhnt und das war wieder einmal vom Feinsten. Mit den Odenwälder Buben wurde unserer Anerkennung mit den Wirtsleuten mehrfach besiegelt und dann kam Peter, wie schon öfters, unser Peter. Mit einem Text zur Melodie Summer Wine, einer Geschichte mit Motorradbraut und geklautem Mopped hatte zu Lachtränen in den Augen der Teilnehmer geführt, die Kopfstimme überschlug sich manchmal und dann fand auch noch ein uralter, gut erhaltener BWM- Aufnäher einen stolzen neuen Besitzer. Am 2. Regentag war wieder Alternativprogramm über die Autofahrer organisiert, sowie Frühschoppen und gesellige Runde bei Kartenspiel angesagt. Da war auch allerlei Blödsinn dabei, die Muppet Opas kamen noch vorbei, 3 Biker wagten tatsächlich bei strömendem Regen eine kleine Ausfahrt. Auch dieser Abend klang nach einem wunderbaren Essen in lustiger Runde langsam aus. Hubert führte die Gruppe am Feiertag bei trockenem Wetter und öfters Sonnenschein Richtung Heimat, es ging ausgiebig am Neckar entlang, bis nach Knittlingen, wo wieder beim TSV am Ortseingang die Riesenbockwurst zum Halt lockte und mit dieser Stärkung der letzte Tourenabschnitt bewältigt wurde. Während dieser Abschlusstour hatten wir erfahren dürfen, dass das schlechte Wetter keinen Einfluss auf die super Stimmung der Teilnehmer haben kann. Dadurch wurde noch mehr Zeit in geselliger Runde verbracht und der Spaß und die Gespräche fanden nur schwer ein Ende. So bleibt einmal mehr, herzlich danke zu sagen an die Guides Martin, Hubert, Gerhard, an alle Autofahrer-,innen, an alle Teilnehmer-,innen und an Isabella und Stefan vom Lärmfeuer für einen weiteren tollen Event von und mit dem MCB.

MCB Sardinien-Tour, ein Bikertraum. Teil 2

Nach einer wunderschönen und erholsamen Woche auf unserem Campingplatz Telis in Mobilhomes ging es am Samstag weiter auf Tour Richtung Cagliari. Auf kurvigen Strecken mit tollen Ausblicken auf typische Landschaften zu unserem Agritourismo Sa Rocca. Angekommen, Helm runter, Jacken aus, auf die schattige Terrasse und dann ein kühles sardisches Bier, ein Genuss“ hoch drei“. Wie auf dieser Fahrt häufig erlebt. Sabine hat auch hier einen Volltreffer gelandet. Superschöne klimatisierte Zimmer und die geniale typisch sardische Küche, hat bei jedem der Gänge, immer freudigere Gesichter gezaubert. Unsere hartgesottenen „Motorradler“ fuhren am nächsten Tag eine Tour mit unserem Guide Anton entlang der Costa Verde. Über‘s Landesinnere, zurück zur Küste zu den Hotel-Ruinen von Funtanazza. Wer mal nicht auf`s Bike wollte, ging zum Badestrand. Da alles Schöne auch endet, ging es am Montag zu unserer nächsten Station. Der Küste entlang nach Alghero in unser Hotel Villa Piras. Die geplanten Tagestouren führten uns an den Nordzipfel der Insel. Das abwechslungsreiche Landesinnere mit kargen Landschaften, Rindern, Schafen und Ziegen auf der Straße, vorbei an Olivenplantagen, verlassenen Häusern, aber auch sehr idyllischen Ortschaften an Berghängen, faszinierte uns. Alghero, eine richtig schöne, kulturträchtige, direkt am Meer gelegene Stadt mit engen Gassen, sowie einer sehenswerten Uferpromenade. Am Abend im gelben Scheinwerferlicht, ist diese Stadt voller Menschen und noch einen Tick schöner und romantischer, als am Tag. Ebenso hatten wir Zeit, für gemeinsamen Unternehmungen wie einkaufen, essen, plaudern über Eindrücke und Erlebnisse des Tages. Aber auch 17 Tage eines absoluten Highlights des MCB gingen zu Ende. Die Rückfahrt am 02.07. Richtung Olbia zur Fährstation, führte uns noch an der Touristenattraktion „dem Stein in Form eines Elefanten“ in der Nähe von Castelsardo vorbei. Noch ein letzter gemeinsamer Abend bei der Überfahrt und dann am anderen Tag in einem Rutsch zurück nach Bietigheim. An dieser Stelle nochmals ein ganz herzliches Dankeschön an Sabine und Anton für die zeitintensive Vorbereitung und Durchführung dieses Events. Ein Danke auch an unsere Sardinien-Gruppe für das gute Miteinander.

 

SARDINIEN ein unvergessliches Erlebnis.

MCB Tour Sardinien, ein Bikertraum. Teil 1

Immer noch geflasht vom Erlebnis, was es nirgendwo zu kaufen gibt und allein durch die detaillierte Planung mit viel sardischer Erfahrung von Sabine und Anton als Tourguides, perfekte Durchführung, viel Herzblut das Beste erleben und zeigen zu wollen und nicht zuletzt der Bereitschaft der Teilnehmer es zu einem einzigartigen Erlebnis machten. 

Ein Eindruck der ersten von zwei Wochen verschafft uns Anton mit seinem Tourtagebuch. Wer es liest und dabei war, hatte vielleicht

die eine oder andere Sequenz nicht so mitbekommen oder abgespeichert, weil sehr viel Erlebtes zu verarbeiten war.

Aber unser Anton hat die Woche auf den Punkt gebracht und es ist eine Freude, das mehrmals zu lesen und sich immer wieder an

das Erlebte zu erinnern.

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Fr. 17. Juni 2022 um 8.00 Uhr Abfahrt mit 14 Motorräder

Anfahrt über A5, 3 Pässe und Milano zum Fährhafen Genua knapp 800 km in 2 Tagen

Beim Sprit fassen, Schnellbetrankung, eine Zapfsäule 7 tanken, einer geht bezahlen.

Am ersten Tag wurde nach dem Vierwaldstätter See die Autobahn verlassen, um noch die Alpenpässe Susten, Grimsel und Nufenen in einer angenehmen Kühle zu erklimmen. Für manche waren das sogar die ersten Alpenpässe mit dem Motorrad.

Übernachtung im Hotel Defanti in Lavorgo zwischen Airolo und Bellinzona.

Am nächsten Morgen war Eile angesagt. Der Werbetross der Tour de Swiss rollte schon am Hotel vorüber, als einige noch beim Aufsatteln waren. Und so kam es auch, wir fahren los und eine schafft es nicht, noch vor dem nächsten Werbetross loszufahren. So muss sie sich hinter den Werbefahrzeugen einreihen und verliert unbemerkt den Kontakt zur Gruppe. MCBler sind ja nicht blöd und in der ersten Pause stößt nach 10 Minuten auch die Carla wieder unter großem Hallo und Laola zur Truppe. Danach gings durch die Hitze der Po-Ebene teilweise bei 35 Grad in Richtung Genua und ja, der normalerweise mächtige Po ist zum Rinnsal verkommen.

Im Fährhafen von Genua angekommen setzte gleich ein geschäftiges Treiben ein. Wein, Wasser, Schinken, Salami und Käse einkaufen, damit jeder auf der Fähre gestärkt wird. Beim Vorfahren zur Fähre große Aufregung, ein Ticket ist so nicht gültig. Zurück zum Ticketschalter und Ticket umtauschen und alles wird gut. Nachdem wir mit unseren Maschinen durch das große Maul der Fähre gefahren waren, alle ihre Kabine bezogen hatten und die Fähre Fahrt aufgenommen hatte, traf man sich auf dem obersten Deck zu einem gemütlichen Zusammensein bei einer angenehmen nächtlichen Meeresbrise.

Angekommen in Olbia von dem Schiff runter und erstmal Gepäck wieder richtig verzurren und dann geht’s zunächst Richtung Norden zur Costa Smeralda, der Küste der Schönen und Reichen. Und tatsächlich, da sieht man sie, die dicken, millionenschweren Jachten im Hafen von Porto Cervo. Das Wasser glänzt in allen Blautönen und so drehen wir ab ins Landesinnere zum Frühstücken in einer Bar bei Arzachena. Weiter gehts Richtung Süden auf die in Sardinien bei Motorradfahrern legendäre SS125.  Erst noch Tanken, eine erste ist Baustelle, die zweite hat kein Benzin und so wird es doch bei einigen knapp und mit vielen Einheimischen müssen wir uns die nächste Zapfsäule teilen. Weiter über den kleinen Küstenpass Passo Littu erreichen wir die Panoramaaussicht auf Cala Gonone. Danach noch ein Kaffeestop mit Aussicht beim Campo Base Gorruppu und schon fahren wir weiter über die SS125 zu unserer Basis, Camping Telis in Arbatax. Hier werden die Mobilhome bezogen und das nötigste eingekauft. Dazu gehört auch eine kurze Weintour ins nahe Jerzu, um einen 5l-Kanister Cannonau-Rotwein direkt beim Winzer zu besorgen. Abends gabs in der Pizzeria des Campings, mit der schönen Aussicht auf die Bucht Spiaggia di Porto Frailis mit dem tollen Sandstrand, die ersten frischen Meeresfrüchte in allen Variationen.

Montag ist erstmal Ruhetag und richtiges Ankommen ist angesagt. Baden, Spazieren, Strandbar und Abhängen. Einige können es nicht lassen und machen eine erste Erkundung über kleinste und aussichtsreiche Strässle der ehemaligen Provinz Oligastra, auf denen normalerweise nur Einheimische, insbesondere die Bauern und Hirten, unterwegs sind. Abends wird dann eine große Tafel aufgemacht, um die eingekauften sardischen und italienischen Köstlichkeiten in fester und flüssiger Form zu verzehren. Da wird auch der Security, der ab Elf seinen Dienst versieht, auf einem Schluck Myrto eingeladen, um ihn angesichts der vorgerückten Stunden zur Nachsicht zu stimmen.

Dienstag, Fahrt nach Orgosolo im Herzen der Hochebene der Barbagia. Die Barbagia war einst das Rückzugsgebiet für die sardischen Banditen und Entführer und diese wurden von den Einwohnern gedeckt und versteckt. Orgosolo ist die Stadt der Wandmalereien, die sogenannten Morales. Hier werden insbesondere politische Ereignisse an den Hauswänden angebracht, wie das brennende World-Trade-Center, der Krieg im Irak und sicherlich auch schon der Ukrainekrieg. Aber auch unser Altkanzler Helmut Schmidt ist verewigt, weil er nach der Flugzeugentführung der „Landshut" gegenüber der RAF nicht nachgab.

Abends gingen wir in ein nahegelegenes Agritourismo, um ein typisch sardisches Abendessen zu genießen. Wir wurden nicht enttäuscht und uns wurde ein mehrgängiger Gaumenschmaus kredenzt, der so in keinem Ristorante zu bekommen ist. Die sardische Küche bietet alles was das Binnenland gibt, aber kein Fisch oder Meeresgetier, da die Küste seit vielen Jahrhunderten von vielen verschiedenen Eroberern besiedelt wurde, die aber nie das Hinterland eroberten.

Am Mittwoch stand eine Bootstour zu den versteckten Buchten und Sandstränden des Golfo di Orosei auf dem Programm. Diese Buchten können nur mit dem Boot oder zu Fuß erreicht werden.

Alternativ unternahmen einige eine Rundtour um das Monti del Gennargentu, das mit 1.834m  höchste Gebirge in Sardinien. Erster Kaffeestop war in Ussassai in der Bar Chessa Maria. Wenn hier die deutschen Motorradfahrer einkehren wird normalerweise erst einmal die deutsche Nationalhymne gespielt. Leider war an diesem Tage die Stereoanlage defekt. Weiter gings über kurvige Landstraßen mit meist gutem Asphalt über Aritzo und Fonni zum Pass Arcu Correboi.  Seit der Untertunnelung wird diese Straße nur noch notdürftig instandgesetzt und ist für den offenen Weidebetrieb freigegeben. Entsprechend ist immer mit tierischen Hinterlassenschaften und Geröll auf der Fahrbahn zu rechnen. Dabei ist stets Vorsicht geboten bei der Vorbeifahrt an den Weidetieren. Danach gings mit schönen Aussichten auf Gebirge und Meer zurück nach Arbatax, wo in der Pizzeria La Baia abends gegessen wurde.

Donnerstags stand mit knapp 300 km die längste Tagestour auf dem Plan. Diese konnte bei Bedarf von jedem Mitfahrenden abgekürzt werden. Es führte uns in das Gebiet von Gerrei, ganz im Südosten der Insel. Da wie immer auf Sardinien Kurven ohne Ende auf dem Programm standen, wurde es später Nachmittag bis zur Rückkehr, nicht ohne nochmals beim Winzer vorbeizuschauen.

Am Freitag unternahmen wir eine Fahrt mit Schmalspurbahn „Trenino Verde" von Arbatax nach Gairo. Die meisten der sardischen Bahnverbindungen werden nur noch für touristische Fahrten unterhalten. Dies ist eine ganz andere Art die Insel zu entdecken.

So fuhren wir gemächlich durch das Gebiet der Oligastra immer stetig leicht bergan. Dabei gab es ganz andere Ausblicke als wir diese vom Motorrad herunter gewohnt waren, nachdem wir die Bahnstrecke mit den Bikes die Tage zuvor immer wieder überquert hatten. In Gairo angekommen stand zuerst die Besichtigung der Geisterstadt Gairo-Vecchio auf dem Programm. Dieser Ort wurde verlassen, da immer wieder durch schwere Regenfälle ausgelöste Schlammlawienen viele Häuser unter sich begruben. Als im Oktober 1951 nach einer Woche Dauerregen mit bis zu 400 mm Regen pro Tag so eine riesige Schlammlawine mehr als die Hälfte des Dorfes begrub, wurde der Ort aufgegeben und wenige hundert Meter weiter oben neu aufgebaut.

Weiter gings zu einem einsam gelegnen Bauenhof „Casa Pedulu", wo wir unter Bäumen ein köstliches Mittagessen aufgetischt bekamen, mit Vino und allem was dazu gehört. Danach gabs noch eine archäologische Führung zum Leben der Nuragher vor ca. 3.500 Jahren bevor wir dann mit dem Trenino Verde wieder zurück in den Hafen von Arbatax fuhren.

Am Samstag hieß es für einige schon wieder Abschied zu nehmen von dieser wunderschönen Insel, während der Rest die Moppeds beladen hatte, für einen Stellungswechsel an die grüne Westküste, der Costa Verde.

 

Willkommen beim MC-Bietigheim

Wir, der Motorrad-Club Bietigheim/Baden e.V. im BVDM sind ein zusammengewürfelter Haufen bestehend aus mittlerweile ca. 100 Mitgliedern, wobei zum harten Kern rund 50 Personen gehören. Aus einer Idee heraus haben sich 1979 (ja, ihr lest richtig, wir bestehen schon seit über 40 Jahren!!!) ein paar Ex-Rocker /Roadies/Alternative/Beamte etc. zusammengetan und einen Motorradclub gegründet. Eines der Ziele des Vereins war damals den Motorradfahrer gesellschaftsfähig zu machen. Sprich wir fühlten uns als Outsider behandelt. Mit den Jahren allerdings hat sich doch eine relativ gute Zusammenarbeit zwischen uns und den örtlichen Instituten ergeben.
Was wir mittlerweile wirklich sind, ist ein Kreis von Motorradfahrern und Motorradfahrerinnen (wir haben viele selbstfahrende Bikerinnen im Club), die sich ein voll gepacktes Jahresprogramm vornehmen und dieses auch abfahren.

Mädelstour, Männertour, gemeinsame Tages- und Mehrtages-touren gehören zum Programm.

 

Was wir absolut nicht sind und auch nicht in unserem Club wollen sind Burn-Out Artisten, Kutten-Träger, High-Speed Provokateure, Gebietsanspruchsteller, Selbstdarsteller etc...


Unseren Stammtisch veranstalten wir jeden Donnerstag ab 19.00 Uhr. Wer Lust hat ist recht herzlich zu einem Besuch eingeladen.