Rückblick „100 Seen sehen“ vom 13.- 19.06.21

Fast auf den Tag genau vor 10 Jahren war der MCB mit 18 Personen und 16 Motorrädern auf einer Tour mit diesem Titel. Zur Wiederholung kam es Corona- bedingt, weil in diesem Jahr die geplante Sardinien Tour zu unsicher war. Die damals von Hubert und Martin festgelegten Tourdaten und auch die Unterkunft waren bekannt, konnten weitestgehend übernommen werden und so war die Vorbereitung einfacher. Auch dieses Mal waren Anzahl der Teilnehmer und Motorräder identisch, wobei sich dieser Event gerade mal für 3 MCB’ler wiederholte. Als weiteres Fahrzeug hatte sich noch ein SLK eingeschlichen, dieser war jedoch eher auf direkteren Strecken unterwegs. Schon früh hatte man sich in Bietigheim getroffen, um in 2 Gruppen, zeitversetzt, grob Richtung Bodensee zu fahren. Der größte deutsche See durfte auf der Hinfahrt nach Murnau, Staffelsee natürlich nicht fehlen und in Tettnang trafen sich alle wieder zur gemeinsamen Mittagspause.   

Die Fahrt zum Ziel war dann gespickt von zahlreichen Umleitungen und Streckensperrungen, so dass die eigentlich geplante Route nicht in der Form abgefahren werden konnte. Das zog sich später auch durch die ganze Woche, viele bekannte Strecken, z.B. auch Namlostal, fielen Bauarbeiten zum Opfer. Die Vorausfahrenden fanden aber immer Alternativen und auch für die Wiederholtäter wurden von Anton und Sabine die damaligen Touren um viele neue Streckenführungen und Zwischenziele erweitert und so interessant gehalten. Die Unterkunft im umgebauten Bauernhof, mit Zimmern und Ferienwohnungen ließ auch, wie beim ersten Mal, keine Wünsche offen. Bei täglichen Temperaturen um 30 Grad, Sonne satt, konnte man den Abend in der geschlossenen 3G-Gruppe (geimpft, getestet, genesen) im prachtvollen Garten bei Getränken ausklingen lassen. Bei 2 offiziellen Ruhetagen mit Möglichkeiten zum Schlendern in der Fußgängerzone Murnau oder Baden im Staffelsee, wurde an 3 Tagen jeweils an Tagestouren teilgenommen. Die Motivation musste bei der Hitze etwas angekurbelt werden, es wurden die Ausfahrten einfach in der Wertung „MCB-Biker des Jahres“ berücksichtigt und so gab es gefühlt für die 3 Tage ca. 16 erste Plätze. Keine zusätzlichen Punkte, sondern nur Applaus erhielten unsere total Hart-gesottenen, die es wagten, auch in die extrem kalten Gebirgsseen einzutauchen. „Und immer wieder, sind es dieselben Lieder“ von den Toten Hosen, äh „dieselben Seen“ dachten sich vielleicht manche Teilnehmer. Aber letztendlich waren es nur der Kochel-, und der Walchensee, die von unten nach oben und umgekehrt mehrfach angefahren wurden, um in andere Gefilde mit noch mehr Kurven und Seen zu kommen. So ging eine wunderschöne Woche für alle Teilnehmer wieder viel zu schnell vorbei. In der großen Gruppe war es, unter Beibehaltung erforderlicher Vorsichtsmaßnahmen, trotzdem mal wieder ein wenig Gefühl der Freiheit; das Essen in den Biergärten und die Benzingespräche so wohltuend. Am Samstag wurde dann die Rückfahrt auf geplanter, schneller und noch schnellerer Strecke (SLK) durchgeführt, so dass alle Teilnehmer pünktlich zum Gruppenspiel Portugal- Deutschland zuhause waren.

Was noch bleibt, ist der Dank an Familie Trinks vom Sporerhof, für die herzliche, familiäre Aufnahme und Betreuung, an die Organisatoren vom MCB und an alle Teilnehmer für eine tolle, harmonische Woche mit viel Spaß und schönen Erlebnissen beim Motorradfahren.  

Plattfuß on the Road – Was tun? 

Viele wissen sicher wie man einen Reifen flickt, gemacht haben es aber die wenigsten, daher kam im Verein die Bitte nach einem kleinen Workshop zum Reifenflicken auf und am letzten Freitag (02.07.21) war es soweit. Sabine und Anton luden zu sich zu einem kleinen Workshop mit anschließendem gemütlichem Beisammensein beim Grillen ein. Das Angebot wurde zahlreich angenommen. Zunächst gab es eine theoretische Einführung von Anton, danach kam der praktische Teil. Anton stellte ein Übungsobjekt sowie Flickmaterial zur Verfügung. Und auch Paps Robi hatte Flickmaterial Made in China dabei. So konnten wir gleich noch einen Qualitätstest durchführen. Jeder der Lust hatte, es einmal auszuprobieren hatte nun die Gelegenheit. Eigentlich erschien alles ganz einfach nach der Theorie, aber in der Praxis war es doch nicht ganz so leicht. Erst einmal musste das Objekt des Schadens, die Spaxschraube, entfernt werden, hier hatten wir einen Akkuschrauber zur Verfügung, der uns on the Road sicher schwer fehlen wird ? Danach musste das Loch mit einem Reibewerkzeug vergrößert, dann die klebrige „Wurst“ (Verschlussstopfen) in den Montagebolzen eingeführt und in das Loch gedrückt werden. Danach wurde der Bolzen vorsichtig herausgezogen, der überstehende Verschlussstopfen abgeschnitten und fertig. Das Ganze ist eine sehr klebrige und doch auch mit Kraft verbundene Angelegenheit, aber mit vereinten Kräften haben wir einige Löcher gestopft und später auch im Waschzuber den ultimativen Test gemacht…fast alle Löcher waren dicht.

Danach ging es über zum gemütlichen Teil. Es wurde gegrillt und bis sehr spät abends geredet und Pläne geschmiedet für die nächsten Events. Vielen Dank an Sabine und Anton für die Einladung, den tollen Workshop und den schönen Abend.

 

 

Willkommen beim MC-Bietigheim

Wir, der Motorrad-Club Bietigheim/Baden e.V. im BVDM sind ein zusammengewürfelter Haufen bestehend aus mittlerweile ca. 100 Mitgliedern, wobei zum harten Kern rund 50 Personen gehören. Aus einer Idee heraus haben sich 1979 (ja, ihr lest richtig, wir bestehen schon seit 41 Jahren!!!) ein paar Ex-Rocker /Roadies/Alternative/Beamte etc. zusammengetan und einen Motorradclub gegründet. Eines der Ziele des Vereins war damals den Motorradfahrer gesellschaftsfähig zu machen. Sprich wir fühlten uns damals als Outsider behandelt. Mit den Jahren allerdings hat sich doch eine relativ gute Zusammenarbeit zwischen uns und den örtlichen Instituten ergeben.
Was wir mittlerweile wirklich sind, ist ein Kreis guter Kumpels die sich ein voll gepacktes Jahresprogramm vornehmen und dieses auch abfahren. Neben Alpentour, verschiedene Hüttenaufenthalte sowie unsere obligatorische Jahresabschlussfahrt unternehmen wir oftmals sporadisch Touren in die nähere Umgebung. Natürlich sind unsere Frauen und Kinder oft dabei, mittlerweile gefällt es ihnen so gut, dass sie am liebsten immer und überall dabei sein wollen...
Was wir absolut nicht sind und auch nicht in unserem Club wollen sind Burn-Out Artisten, Kutten-Träger, High-Speed Provokateure, Gebietsanspruchsteller, Selbstdarsteller etc...
Unseren Stammtisch veranstalten wir jeden Donnerstag ab 19.00 Uhr. Wer Lust hat ist recht herzlich zu einem Besuch eingeladen.