Aktuelle Termine für das Jahr 2022

2022_04_10 Termine 2022.pdf
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MCB Tour Sardinien, ein Bikertraum. Teil 1

Immer noch geflasht vom Erlebnis, was es nirgendwo zu kaufen gibt und allein durch die detaillierte Planung mit viel sardischer Erfahrung von Sabine und Anton als Tourguides, perfekte Durchführung, viel Herzblut das Beste erleben und zeigen zu wollen und nicht zuletzt der Bereitschaft der Teilnehmer es zu einem einzigartigen Erlebnis machten. 

Ein Eindruck der ersten von zwei Wochen verschafft uns Anton mit seinem Tourtagebuch. Wer es liest und dabei war, hatte vielleicht

die eine oder andere Sequenz nicht so mitbekommen oder abgespeichert, weil sehr viel Erlebtes zu verarbeiten war.

Aber unser Anton hat die Woche auf den Punkt gebracht und es ist eine Freude, das mehrmals zu lesen und sich immer wieder an

das Erlebte zu erinnern.

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Fr. 17. Juni 2022 um 8.00 Uhr Abfahrt mit 14 Motorräder

Anfahrt über A5, 3 Pässe und Milano zum Fährhafen Genua knapp 800 km in 2 Tagen

Beim Sprit fassen, Schnellbetrankung, eine Zapfsäule 7 tanken, einer geht bezahlen.

Am ersten Tag wurde nach dem Vierwaldstätter See die Autobahn verlassen, um noch die Alpenpässe Susten, Grimsel und Nufenen in einer angenehmen Kühle zu erklimmen. Für manche waren das sogar die ersten Alpenpässe mit dem Motorrad.

Übernachtung im Hotel Defanti in Lavorgo zwischen Airolo und Bellinzona.

Am nächsten Morgen war Eile angesagt. Der Werbetross der Tour de Swiss rollte schon am Hotel vorüber, als einige noch beim Aufsatteln waren. Und so kam es auch, wir fahren los und eine schafft es nicht, noch vor dem nächsten Werbetross loszufahren. So muss sie sich hinter den Werbefahrzeugen einreihen und verliert unbemerkt den Kontakt zur Gruppe. MCBler sind ja nicht blöd und in der ersten Pause stößt nach 10 Minuten auch die Carla wieder unter großem Hallo und Laola zur Truppe. Danach gings durch die Hitze der Po-Ebene teilweise bei 35 Grad in Richtung Genua und ja, der normalerweise mächtige Po ist zum Rinnsal verkommen.

Im Fährhafen von Genua angekommen setzte gleich ein geschäftiges Treiben ein. Wein, Wasser, Schinken, Salami und Käse einkaufen, damit jeder auf der Fähre gestärkt wird. Beim Vorfahren zur Fähre große Aufregung, ein Ticket ist so nicht gültig. Zurück zum Ticketschalter und Ticket umtauschen und alles wird gut. Nachdem wir mit unseren Maschinen durch das große Maul der Fähre gefahren waren, alle ihre Kabine bezogen hatten und die Fähre Fahrt aufgenommen hatte, traf man sich auf dem obersten Deck zu einem gemütlichen Zusammensein bei einer angenehmen nächtlichen Meeresbrise.

Angekommen in Olbia von dem Schiff runter und erstmal Gepäck wieder richtig verzurren und dann geht’s zunächst Richtung Norden zur Costa Smeralda, der Küste der Schönen und Reichen. Und tatsächlich, da sieht man sie, die dicken, millionenschweren Jachten im Hafen von Porto Cervo. Das Wasser glänzt in allen Blautönen und so drehen wir ab ins Landesinnere zum Frühstücken in einer Bar bei Arzachena. Weiter gehts Richtung Süden auf die in Sardinien bei Motorradfahrern legendäre SS125.  Erst noch Tanken, eine erste ist Baustelle, die zweite hat kein Benzin und so wird es doch bei einigen knapp und mit vielen Einheimischen müssen wir uns die nächste Zapfsäule teilen. Weiter über den kleinen Küstenpass Passo Littu erreichen wir die Panoramaaussicht auf Cala Gonone. Danach noch ein Kaffeestop mit Aussicht beim Campo Base Gorruppu und schon fahren wir weiter über die SS125 zu unserer Basis, Camping Telis in Arbatax. Hier werden die Mobilhome bezogen und das nötigste eingekauft. Dazu gehört auch eine kurze Weintour ins nahe Jerzu, um einen 5l-Kanister Cannonau-Rotwein direkt beim Winzer zu besorgen. Abends gabs in der Pizzeria des Campings, mit der schönen Aussicht auf die Bucht Spiaggia di Porto Frailis mit dem tollen Sandstrand, die ersten frischen Meeresfrüchte in allen Variationen.

Montag ist erstmal Ruhetag und richtiges Ankommen ist angesagt. Baden, Spazieren, Strandbar und Abhängen. Einige können es nicht lassen und machen eine erste Erkundung über kleinste und aussichtsreiche Strässle der ehemaligen Provinz Oligastra, auf denen normalerweise nur Einheimische, insbesondere die Bauern und Hirten, unterwegs sind. Abends wird dann eine große Tafel aufgemacht, um die eingekauften sardischen und italienischen Köstlichkeiten in fester und flüssiger Form zu verzehren. Da wird auch der Security, der ab Elf seinen Dienst versieht, auf einem Schluck Myrto eingeladen, um ihn angesichts der vorgerückten Stunden zur Nachsicht zu stimmen.

Dienstag, Fahrt nach Orgosolo im Herzen der Hochebene der Barbagia. Die Barbagia war einst das Rückzugsgebiet für die sardischen Banditen und Entführer und diese wurden von den Einwohnern gedeckt und versteckt. Orgosolo ist die Stadt der Wandmalereien, die sogenannten Morales. Hier werden insbesondere politische Ereignisse an den Hauswänden angebracht, wie das brennende World-Trade-Center, der Krieg im Irak und sicherlich auch schon der Ukrainekrieg. Aber auch unser Altkanzler Helmut Schmidt ist verewigt, weil er nach der Flugzeugentführung der „Landshut" gegenüber der RAF nicht nachgab.

Abends gingen wir in ein nahegelegenes Agritourismo, um ein typisch sardisches Abendessen zu genießen. Wir wurden nicht enttäuscht und uns wurde ein mehrgängiger Gaumenschmaus kredenzt, der so in keinem Ristorante zu bekommen ist. Die sardische Küche bietet alles was das Binnenland gibt, aber kein Fisch oder Meeresgetier, da die Küste seit vielen Jahrhunderten von vielen verschiedenen Eroberern besiedelt wurde, die aber nie das Hinterland eroberten.

Am Mittwoch stand eine Bootstour zu den versteckten Buchten und Sandstränden des Golfo di Orosei auf dem Programm. Diese Buchten können nur mit dem Boot oder zu Fuß erreicht werden.

Alternativ unternahmen einige eine Rundtour um das Monti del Gennargentu, das mit 1.834m  höchste Gebirge in Sardinien. Erster Kaffeestop war in Ussassai in der Bar Chessa Maria. Wenn hier die deutschen Motorradfahrer einkehren wird normalerweise erst einmal die deutsche Nationalhymne gespielt. Leider war an diesem Tage die Stereoanlage defekt. Weiter gings über kurvige Landstraßen mit meist gutem Asphalt über Aritzo und Fonni zum Pass Arcu Correboi.  Seit der Untertunnelung wird diese Straße nur noch notdürftig instandgesetzt und ist für den offenen Weidebetrieb freigegeben. Entsprechend ist immer mit tierischen Hinterlassenschaften und Geröll auf der Fahrbahn zu rechnen. Dabei ist stets Vorsicht geboten bei der Vorbeifahrt an den Weidetieren. Danach gings mit schönen Aussichten auf Gebirge und Meer zurück nach Arbatax, wo in der Pizzeria La Baia abends gegessen wurde.

Donnerstags stand mit knapp 300 km die längste Tagestour auf dem Plan. Diese konnte bei Bedarf von jedem Mitfahrenden abgekürzt werden. Es führte uns in das Gebiet von Gerrei, ganz im Südosten der Insel. Da wie immer auf Sardinien Kurven ohne Ende auf dem Programm standen, wurde es später Nachmittag bis zur Rückkehr, nicht ohne nochmals beim Winzer vorbeizuschauen.

Am Freitag unternahmen wir eine Fahrt mit Schmalspurbahn „Trenino Verde" von Arbatax nach Gairo. Die meisten der sardischen Bahnverbindungen werden nur noch für touristische Fahrten unterhalten. Dies ist eine ganz andere Art die Insel zu entdecken.

So fuhren wir gemächlich durch das Gebiet der Oligastra immer stetig leicht bergan. Dabei gab es ganz andere Ausblicke als wir diese vom Motorrad herunter gewohnt waren, nachdem wir die Bahnstrecke mit den Bikes die Tage zuvor immer wieder überquert hatten. In Gairo angekommen stand zuerst die Besichtigung der Geisterstadt Gairo-Vecchio auf dem Programm. Dieser Ort wurde verlassen, da immer wieder durch schwere Regenfälle ausgelöste Schlammlawienen viele Häuser unter sich begruben. Als im Oktober 1951 nach einer Woche Dauerregen mit bis zu 400 mm Regen pro Tag so eine riesige Schlammlawine mehr als die Hälfte des Dorfes begrub, wurde der Ort aufgegeben und wenige hundert Meter weiter oben neu aufgebaut.

Weiter gings zu einem einsam gelegnen Bauenhof „Casa Pedulu", wo wir unter Bäumen ein köstliches Mittagessen aufgetischt bekamen, mit Vino und allem was dazu gehört. Danach gabs noch eine archäologische Führung zum Leben der Nuragher vor ca. 3.500 Jahren bevor wir dann mit dem Trenino Verde wieder zurück in den Hafen von Arbatax fuhren.

Am Samstag hieß es für einige schon wieder Abschied zu nehmen von dieser wunderschönen Insel, während der Rest die Moppeds beladen hatte, für einen Stellungswechsel an die grüne Westküste, der Costa Verde.

 

Willkommen beim MC-Bietigheim

Wir, der Motorrad-Club Bietigheim/Baden e.V. im BVDM sind ein zusammengewürfelter Haufen bestehend aus mittlerweile ca. 100 Mitgliedern, wobei zum harten Kern rund 50 Personen gehören. Aus einer Idee heraus haben sich 1979 (ja, ihr lest richtig, wir bestehen schon seit über 40 Jahren!!!) ein paar Ex-Rocker /Roadies/Alternative/Beamte etc. zusammengetan und einen Motorradclub gegründet. Eines der Ziele des Vereins war damals den Motorradfahrer gesellschaftsfähig zu machen. Sprich wir fühlten uns als Outsider behandelt. Mit den Jahren allerdings hat sich doch eine relativ gute Zusammenarbeit zwischen uns und den örtlichen Instituten ergeben.
Was wir mittlerweile wirklich sind, ist ein Kreis von Motorradfahrern und Motorradfahrerinnen (wir haben viele selbstfahrende Bikerinnen im Club), die sich ein voll gepacktes Jahresprogramm vornehmen und dieses auch abfahren.

Mädelstour, Männertour, gemeinsame Tages- und Mehrtages-touren gehören zum Programm.

 

Was wir absolut nicht sind und auch nicht in unserem Club wollen sind Burn-Out Artisten, Kutten-Träger, High-Speed Provokateure, Gebietsanspruchsteller, Selbstdarsteller etc...


Unseren Stammtisch veranstalten wir jeden Donnerstag ab 19.00 Uhr. Wer Lust hat ist recht herzlich zu einem Besuch eingeladen.