MCB Männertour: Querschläger, Querschläfer, „laangweeiilig“

Auf die „running gags“ wird gleich im Anschluss einge-gangen, jedenfalls hatten wir fortlaufend Spaß und langweilig war es nie über die 4 Tage der Männertour, zu der wir uns morgens an der AGIP mit den Mädels trafen, die zu ihrer Tour denselben Ort und Zeitpunkt gewählt hatten. Nach einer Runde Raffaello starteten beide Gruppen in unterschiedliche Richtungen. Nach anfänglichem Regen konnten die Kombis bald ausgezogen werden und so ging es über Freudenstadt, Furtwangen, Thurnerpass, Schluchsee nach Höchenschwand, wo wir direkt nach der Ankunft mit dem ersten Glas Waldhaus vom Wirt des Hotels zur Linde begrüßt wurden. Dass dann auch noch der Braumeister besagter Brauerei zum Abendessen im Lokal verweilte, bot Raum für allerlei Späße rund um den Hopfensaft. Schließlich kommen wir aus einer Region, wo man auch Bier brauen kann. Die Stimmung war super und als Peter mit der Gruppe den als MCB- Motorradsong abgewandelten Text „aus Bietje kommt die Musik, …beim MCB fühl ich mich wohl“ zum Besten gab, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Wegen den Regeln des Kurortes wurde aber relativ zeitig das letzte Getränk ausgerufen. Der erste Querschläger kam dann für den Bewohner von Zimmer 11, der sich zur verdienten Ruhe begeben wollte. Als er ins Zimmer kam, lag da schon sein Kumpel als Querschläfer im Bett und so blieb keine andere Wahl, als das am Fußende gleichzutun. Am nächsten Morgen dann der zweite Querschläger, eine nicht mehr zu beruhigende, elektrische Salzmühle hatte sich wohl über den heftigen Regen so aufgeregt, dass das Rührei versalzen war. Der Tourstart wurde um eine Stunde verschoben, eine gute Entscheidung. Die Schaffhausener Rheinfälle wurden angefahren und nach dem Gruppenbild wurde die Tour von einer kleinen Gruppe bereits abgebrochen, vom größeren Teil dann wenig später. In der Wetterlage machte eine Weiterfahrt absolut keinen Sinn. Nach einem weiteren geselligen Abend fand am Samstag dann die Zapfentour durch den Hochschwarzwald, den Hotzenwald und das Markgräfler Land statt. Waren die Teilnehmer davon ausgegangen, von nahe Waldhaus nach Rothaus zu fahren, wurden sie eines Besseren belehrt. Bei den Zapfen handelte es sich nicht um jene, aus dem Flaschenaufdruck "Tannenzäpfle", was ja auch gefallen hätte, sondern um die, wo tatsächlich das Benzin herkommt. Gefühlt wurden alle verfügbaren Stationen auf der ca. 270 km Tour angefahren. Unabhängig der Marken, hier ein Kaffee, dort bissel Sprit und noch ein Halt an den Zapfen für Regenjacken ausziehen, dann die Nächste, um sie wieder anzuziehen. Mit dem spassigen Credo „laangweeiilig“ wurde das genauso kommentiert, wie mehrere Abkürzungen über Schotterpisten. Die Strecke war aber in Summe kurvenreich mit tollen Aussichten und trotz kurzen Schauern ab und an, kam die Gruppe fahrerisch voll auf Ihre Kosten; prima ausgewählt vom Tourguide. Abends zum Ausklang gab es dann noch Spare Rips für alle und wieder einmal den Abschluss in geselliger Runde. Am nächsten Morgen war der Himmel dann wolkenlos und bei Sonnenschein machten wir uns, angeführt von Noel im Minionkostüm, auf den Weg Richtung Heimat, erstaunte Blicke am Wegesrand waren der Gruppe gewiss. Nach einem kurzen Halt an der Hexenlochmühle , dann über Freiamt in die Rheinebene, waren wir zeitig in Bietigheim zurück, um unserem Jubilar Joachim ein Ständchen zum runden Geburtstag zu singen und uns dann in verschiedene Richtungen aufzulösen. Wieder einmal war es eine super Männertour, deshalb vielen Dank an Robert für die Organisation, Routenplanung, uvm. sowie an alle Teilnehmer für diszipliniertes Fahren, viel Gaudi und tollen Zusammenhalt.

MCB-Mädels-Tour 2022

Trotz vorhergesagtem Dauerregen sind die MCB-Mädels am Donnerstag in bester Laune und mit Regenkleidung zu ihrer bereits traditionellen Wochenend-Tour gestartet.
Einmal im Jahr fahren die Bikerinnen für ein paar Tagen zusammen weg, in diesem Jahr ging es in die Schwäbische Alb. Just am Anfahrtstag war Petrus den Mädels sehr gewogen und schickte angenehmes Motorrad-Wetter, nicht zu heiß und nicht zu nass, so dass bereits die Anfahrtstour ein tolles Erlebnis wurde. Sportwartin und Tourguide Sabine führte die Motorrad-Truppe auf kurvigen Sträßchen durch sanfte, grüne Hügel ostwärts, mit kleiner Pause am Eiscafé in Bisingen und kurzem Tankstopp zwischendurch, bevor alle (Sabine, Ruth, Renate, Maya, Carla) trocken und wohlbehalten am Zielort  Trochtelfingen ankamen. Dort warteten bereits die Autofahrer-Mädels (Gaby, Diana, Birgit) mit kleinem Umtrunk auf sie und nach freudigem Hallo begann der gesellige Teil des Tages. Beim leckeren Abendessen mit vorbestelltem, köstlich zubereiteten Kartoffelsalat ließen die MCB-Mädels gemeinsam den ersten Tag fröhlich ausklingen. Am nächsten Tag regnete es dann leider wie vorhergesagt ununterbrochen und so stark, dass sogar der geplante Ausflug zum Campus Galli ausfallen musste. Also kam Plan B in’s Spiel: ein Besuch zu Fuß und mit Regenschirm zur ortsansässigen Nudelmanufaktur „Alb-Gold“ (Nudelvielfalt, Herstellung ohne Gentechnik), Schwimmen im Hotel-eigenen Hallenbad, anschließend kleiner Bummel durch den Ort mit seinen herrlichen Fachwerkhäusern und ganz spontan mit kurzem Stopp im Lotto-Geschäft, getreu dem Motto „Pech mit dem Wetter, Glück beim Lotto“ (an der Stelle sei verraten: es haben andere gewonnen …).
Auch für Samstag war Regen vorhergesagt - was freuten sich die Mädels, als beim Frühstück die Sonne aus den Wolken lugte. Aber kaum mit dem Frühstück fertig, zog sich der Himmel schon wieder zu und es war klar: heute werden die Motorad-Mädels beim Fahren nass. Also zogen alle gleich ihre Regenkleidung an und los ging es Richtung Kloster Beuron, nach kurzem Stopp beim Kloster (hier fing der Regen an) ging es dann weiter auf hübschen kleinen Sträßchen und vielen Tour-Schleifen Richtung Gomadingen-Dapfen in das „Lagerhaus“ (Chocolaterie und Seifenmanufaktur). Dort trafen sich die Motorrad-Mädels wie verabredet mit den Autofahrer-Mädels und die ersten Erlebnisse des Tages wurden bei einer gemütlichen Kaffeepause ausgetauscht. Als die Motorrad-Mädels dann Richtung Hotel starteten, hörte der Regen zur Freude aller endlich auf und die Kurven konnten genüsslich ausgekostet und gefahren werden. Und auch den letzten gemeinsamen Abend ließen die MCB-Mädels vergnüglich ausklingen. Ein bisschen wehmütig vielleicht, weil das Wochenende sich dem Ende zu neigte, aber auch voller Erwartung auf den nächsten Tour-Tag, der durchweg trockene Straßen und viel Sonnenschein versprach. So wurde auch die Heimfahrt am Sonntag ein wahrer Genuss, als es auf herrlichen, kurvigen Pfaden und bei bestem Motorrad-Wetter wieder nach Hause ging.

MCB Sardinien-Tour, ein Bikertraum. Teil 2

Nach einer wunderschönen und erholsamen Woche auf unserem Campingplatz Telis in Mobilhomes ging es am Samstag weiter auf Tour Richtung Cagliari. Auf kurvigen Strecken mit tollen Ausblicken auf typische Landschaften zu unserem Agritourismo Sa Rocca. Angekommen, Helm runter, Jacken aus, auf die schattige Terrasse und dann ein kühles sardisches Bier, ein Genuss“ hoch drei“. Wie auf dieser Fahrt häufig erlebt. Sabine hat auch hier einen Volltreffer gelandet. Superschöne klimatisierte Zimmer und die geniale typisch sardische Küche, hat bei jedem der Gänge, immer freudigere Gesichter gezaubert. Unsere hartgesottenen „Motorradler“ fuhren am nächsten Tag eine Tour mit unserem Guide Anton entlang der Costa Verde. Über‘s Landesinnere, zurück zur Küste zu den Hotel-Ruinen von Funtanazza. Wer mal nicht auf`s Bike wollte, ging zum Badestrand. Da alles Schöne auch endet, ging es am Montag zu unserer nächsten Station. Der Küste entlang nach Alghero in unser Hotel Villa Piras. Die geplanten Tagestouren führten uns an den Nordzipfel der Insel. Das abwechslungsreiche Landesinnere mit kargen Landschaften, Rindern, Schafen und Ziegen auf der Straße, vorbei an Olivenplantagen, verlassenen Häusern, aber auch sehr idyllischen Ortschaften an Berghängen, faszinierte uns. Alghero, eine richtig schöne, kulturträchtige, direkt am Meer gelegene Stadt mit engen Gassen, sowie einer sehenswerten Uferpromenade. Am Abend im gelben Scheinwerferlicht, ist diese Stadt voller Menschen und noch einen Tick schöner und romantischer, als am Tag. Ebenso hatten wir Zeit, für gemeinsamen Unternehmungen wie einkaufen, essen, plaudern über Eindrücke und Erlebnisse des Tages. Aber auch 17 Tage eines absoluten Highlights des MCB gingen zu Ende. Die Rückfahrt am 02.07. Richtung Olbia zur Fährstation, führte uns noch an der Touristenattraktion „dem Stein in Form eines Elefanten“ in der Nähe von Castelsardo vorbei. Noch ein letzter gemeinsamer Abend bei der Überfahrt und dann am anderen Tag in einem Rutsch zurück nach Bietigheim. An dieser Stelle nochmals ein ganz herzliches Dankeschön an Sabine und Anton für die zeitintensive Vorbereitung und Durchführung dieses Events. Ein Danke auch an unsere Sardinien-Gruppe für das gute Miteinander.

 

SARDINIEN ein unvergessliches Erlebnis.

MCB Tour Sardinien, ein Bikertraum. Teil 1

Immer noch geflasht vom Erlebnis, was es nirgendwo zu kaufen gibt und allein durch die detaillierte Planung mit viel sardischer Erfahrung von Sabine und Anton als Tourguides, perfekte Durchführung, viel Herzblut das Beste erleben und zeigen zu wollen und nicht zuletzt der Bereitschaft der Teilnehmer es zu einem einzigartigen Erlebnis machten. 

Ein Eindruck der ersten von zwei Wochen verschafft uns Anton mit seinem Tourtagebuch. Wer es liest und dabei war, hatte vielleicht

die eine oder andere Sequenz nicht so mitbekommen oder abgespeichert, weil sehr viel Erlebtes zu verarbeiten war.

Aber unser Anton hat die Woche auf den Punkt gebracht und es ist eine Freude, das mehrmals zu lesen und sich immer wieder an

das Erlebte zu erinnern.

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Fr. 17. Juni 2022 um 8.00 Uhr Abfahrt mit 14 Motorräder

Anfahrt über A5, 3 Pässe und Milano zum Fährhafen Genua knapp 800 km in 2 Tagen

Beim Sprit fassen, Schnellbetrankung, eine Zapfsäule 7 tanken, einer geht bezahlen.

Am ersten Tag wurde nach dem Vierwaldstätter See die Autobahn verlassen, um noch die Alpenpässe Susten, Grimsel und Nufenen in einer angenehmen Kühle zu erklimmen. Für manche waren das sogar die ersten Alpenpässe mit dem Motorrad.

Übernachtung im Hotel Defanti in Lavorgo zwischen Airolo und Bellinzona.

Am nächsten Morgen war Eile angesagt. Der Werbetross der Tour de Swiss rollte schon am Hotel vorüber, als einige noch beim Aufsatteln waren. Und so kam es auch, wir fahren los und eine schafft es nicht, noch vor dem nächsten Werbetross loszufahren. So muss sie sich hinter den Werbefahrzeugen einreihen und verliert unbemerkt den Kontakt zur Gruppe. MCBler sind ja nicht blöd und in der ersten Pause stößt nach 10 Minuten auch die Carla wieder unter großem Hallo und Laola zur Truppe. Danach gings durch die Hitze der Po-Ebene teilweise bei 35 Grad in Richtung Genua und ja, der normalerweise mächtige Po ist zum Rinnsal verkommen.

Im Fährhafen von Genua angekommen setzte gleich ein geschäftiges Treiben ein. Wein, Wasser, Schinken, Salami und Käse einkaufen, damit jeder auf der Fähre gestärkt wird. Beim Vorfahren zur Fähre große Aufregung, ein Ticket ist so nicht gültig. Zurück zum Ticketschalter und Ticket umtauschen und alles wird gut. Nachdem wir mit unseren Maschinen durch das große Maul der Fähre gefahren waren, alle ihre Kabine bezogen hatten und die Fähre Fahrt aufgenommen hatte, traf man sich auf dem obersten Deck zu einem gemütlichen Zusammensein bei einer angenehmen nächtlichen Meeresbrise.

Angekommen in Olbia von dem Schiff runter und erstmal Gepäck wieder richtig verzurren und dann geht’s zunächst Richtung Norden zur Costa Smeralda, der Küste der Schönen und Reichen. Und tatsächlich, da sieht man sie, die dicken, millionenschweren Jachten im Hafen von Porto Cervo. Das Wasser glänzt in allen Blautönen und so drehen wir ab ins Landesinnere zum Frühstücken in einer Bar bei Arzachena. Weiter gehts Richtung Süden auf die in Sardinien bei Motorradfahrern legendäre SS125.  Erst noch Tanken, eine erste ist Baustelle, die zweite hat kein Benzin und so wird es doch bei einigen knapp und mit vielen Einheimischen müssen wir uns die nächste Zapfsäule teilen. Weiter über den kleinen Küstenpass Passo Littu erreichen wir die Panoramaaussicht auf Cala Gonone. Danach noch ein Kaffeestop mit Aussicht beim Campo Base Gorruppu und schon fahren wir weiter über die SS125 zu unserer Basis, Camping Telis in Arbatax. Hier werden die Mobilhome bezogen und das nötigste eingekauft. Dazu gehört auch eine kurze Weintour ins nahe Jerzu, um einen 5l-Kanister Cannonau-Rotwein direkt beim Winzer zu besorgen. Abends gabs in der Pizzeria des Campings, mit der schönen Aussicht auf die Bucht Spiaggia di Porto Frailis mit dem tollen Sandstrand, die ersten frischen Meeresfrüchte in allen Variationen.

Montag ist erstmal Ruhetag und richtiges Ankommen ist angesagt. Baden, Spazieren, Strandbar und Abhängen. Einige können es nicht lassen und machen eine erste Erkundung über kleinste und aussichtsreiche Strässle der ehemaligen Provinz Oligastra, auf denen normalerweise nur Einheimische, insbesondere die Bauern und Hirten, unterwegs sind. Abends wird dann eine große Tafel aufgemacht, um die eingekauften sardischen und italienischen Köstlichkeiten in fester und flüssiger Form zu verzehren. Da wird auch der Security, der ab Elf seinen Dienst versieht, auf einem Schluck Myrto eingeladen, um ihn angesichts der vorgerückten Stunden zur Nachsicht zu stimmen.

Dienstag, Fahrt nach Orgosolo im Herzen der Hochebene der Barbagia. Die Barbagia war einst das Rückzugsgebiet für die sardischen Banditen und Entführer und diese wurden von den Einwohnern gedeckt und versteckt. Orgosolo ist die Stadt der Wandmalereien, die sogenannten Morales. Hier werden insbesondere politische Ereignisse an den Hauswänden angebracht, wie das brennende World-Trade-Center, der Krieg im Irak und sicherlich auch schon der Ukrainekrieg. Aber auch unser Altkanzler Helmut Schmidt ist verewigt, weil er nach der Flugzeugentführung der „Landshut" gegenüber der RAF nicht nachgab.

Abends gingen wir in ein nahegelegenes Agritourismo, um ein typisch sardisches Abendessen zu genießen. Wir wurden nicht enttäuscht und uns wurde ein mehrgängiger Gaumenschmaus kredenzt, der so in keinem Ristorante zu bekommen ist. Die sardische Küche bietet alles was das Binnenland gibt, aber kein Fisch oder Meeresgetier, da die Küste seit vielen Jahrhunderten von vielen verschiedenen Eroberern besiedelt wurde, die aber nie das Hinterland eroberten.

Am Mittwoch stand eine Bootstour zu den versteckten Buchten und Sandstränden des Golfo di Orosei auf dem Programm. Diese Buchten können nur mit dem Boot oder zu Fuß erreicht werden.

Alternativ unternahmen einige eine Rundtour um das Monti del Gennargentu, das mit 1.834m  höchste Gebirge in Sardinien. Erster Kaffeestop war in Ussassai in der Bar Chessa Maria. Wenn hier die deutschen Motorradfahrer einkehren wird normalerweise erst einmal die deutsche Nationalhymne gespielt. Leider war an diesem Tage die Stereoanlage defekt. Weiter gings über kurvige Landstraßen mit meist gutem Asphalt über Aritzo und Fonni zum Pass Arcu Correboi.  Seit der Untertunnelung wird diese Straße nur noch notdürftig instandgesetzt und ist für den offenen Weidebetrieb freigegeben. Entsprechend ist immer mit tierischen Hinterlassenschaften und Geröll auf der Fahrbahn zu rechnen. Dabei ist stets Vorsicht geboten bei der Vorbeifahrt an den Weidetieren. Danach gings mit schönen Aussichten auf Gebirge und Meer zurück nach Arbatax, wo in der Pizzeria La Baia abends gegessen wurde.

Donnerstags stand mit knapp 300 km die längste Tagestour auf dem Plan. Diese konnte bei Bedarf von jedem Mitfahrenden abgekürzt werden. Es führte uns in das Gebiet von Gerrei, ganz im Südosten der Insel. Da wie immer auf Sardinien Kurven ohne Ende auf dem Programm standen, wurde es später Nachmittag bis zur Rückkehr, nicht ohne nochmals beim Winzer vorbeizuschauen.

Am Freitag unternahmen wir eine Fahrt mit Schmalspurbahn „Trenino Verde" von Arbatax nach Gairo. Die meisten der sardischen Bahnverbindungen werden nur noch für touristische Fahrten unterhalten. Dies ist eine ganz andere Art die Insel zu entdecken.

So fuhren wir gemächlich durch das Gebiet der Oligastra immer stetig leicht bergan. Dabei gab es ganz andere Ausblicke als wir diese vom Motorrad herunter gewohnt waren, nachdem wir die Bahnstrecke mit den Bikes die Tage zuvor immer wieder überquert hatten. In Gairo angekommen stand zuerst die Besichtigung der Geisterstadt Gairo-Vecchio auf dem Programm. Dieser Ort wurde verlassen, da immer wieder durch schwere Regenfälle ausgelöste Schlammlawienen viele Häuser unter sich begruben. Als im Oktober 1951 nach einer Woche Dauerregen mit bis zu 400 mm Regen pro Tag so eine riesige Schlammlawine mehr als die Hälfte des Dorfes begrub, wurde der Ort aufgegeben und wenige hundert Meter weiter oben neu aufgebaut.

Weiter gings zu einem einsam gelegnen Bauenhof „Casa Pedulu", wo wir unter Bäumen ein köstliches Mittagessen aufgetischt bekamen, mit Vino und allem was dazu gehört. Danach gabs noch eine archäologische Führung zum Leben der Nuragher vor ca. 3.500 Jahren bevor wir dann mit dem Trenino Verde wieder zurück in den Hafen von Arbatax fuhren.

Am Samstag hieß es für einige schon wieder Abschied zu nehmen von dieser wunderschönen Insel, während der Rest die Moppeds beladen hatte, für einen Stellungswechsel an die grüne Westküste, der Costa Verde.

 

Willkommen beim MC-Bietigheim

Wir, der Motorrad-Club Bietigheim/Baden e.V. im BVDM sind ein zusammengewürfelter Haufen bestehend aus mittlerweile ca. 100 Mitgliedern, wobei zum harten Kern rund 50 Personen gehören. Aus einer Idee heraus haben sich 1979 (ja, ihr lest richtig, wir bestehen schon seit über 40 Jahren!!!) ein paar Ex-Rocker /Roadies/Alternative/Beamte etc. zusammengetan und einen Motorradclub gegründet. Eines der Ziele des Vereins war damals den Motorradfahrer gesellschaftsfähig zu machen. Sprich wir fühlten uns als Outsider behandelt. Mit den Jahren allerdings hat sich doch eine relativ gute Zusammenarbeit zwischen uns und den örtlichen Instituten ergeben.
Was wir mittlerweile wirklich sind, ist ein Kreis von Motorradfahrern und Motorradfahrerinnen (wir haben viele selbstfahrende Bikerinnen im Club), die sich ein voll gepacktes Jahresprogramm vornehmen und dieses auch abfahren.

Mädelstour, Männertour, gemeinsame Tages- und Mehrtages-touren gehören zum Programm.

 

Was wir absolut nicht sind und auch nicht in unserem Club wollen sind Burn-Out Artisten, Kutten-Träger, High-Speed Provokateure, Gebietsanspruchsteller, Selbstdarsteller etc...


Unseren Stammtisch veranstalten wir jeden Donnerstag ab 19.00 Uhr. Wer Lust hat ist recht herzlich zu einem Besuch eingeladen.